Dienstag, 3. Januar 2017

Ghostbusters

























Regie: Ivan Reitman

Ein Marshmallow-Man in New York...

Die "Ghostbusters" waren so etwas wie die 80er Version von "Men in Black" und in beiden Fällen kann man von echten Blockbustern reden. Im Jahr 1997 war "Men in Black" gleich nach "Titanic" der zweiterfolgreichste Blockbuster des Jahres. Den gleichen Rang in den Jahrescharts 1984 belegten auch Ivan Reitmans "Ghostbusters".
Ein solch fetter Erfolg gelang dem Regisseur weder vorher (Babyspeck und Fleischklöschen, Ich glaub mich knutscht ein Elch) noch nachher (Staatsanwälte küßt man nicht, Evolution). Er konnte allerdings eine erfolgreiche Fortsetzung des Erfolgsfilm mit den Geisterjägern drehen und mit Arnold Schwarzenegger gelangen ihm einige gut besuchte Kinohits (Twins, Kindergarten Cop, Junior).
"Ghostbusters" ist natürlich ein extremer Zeitgeistfilm, alles erinnert aus heutiger Sicht an die good old 80s und leider dominieren auf den Höhepunkt des Films die Special Effekts. Alles wird da in Schutt und Asche gehauen, aber immerhin darf ein riesiger Marshmallow-Man als Monster aufkreuzen und für ein nachhaltiges, noch nicht vergessenes Kinobild sorgen.
Die Darsteller Harold Ramis und Dan Aykroyd schrieben das Drehbuch, dass auch vor allem auf die Komik von Bill Murray zugeschnitten wurde und genau wie in den Dialogen von Will Smith und Tommy Lee Jones als Alienjäger eine ganze Menge an flapsigen und obercoolen Sprüchen beinhaltet.
Dabei denkt man zuerst, dass die wenig erfolgreichen Parapsychologen Dr. Peter Venkman (Bill Murray), Dr. Raymond Stantz (Dan Aykroyd) und Dr. Egon Spengler (Harold Ramis) sehr seriös mit ihrer wissenschaftlichen Materie umgehen. Doch das täuscht und so werden sie auch die Gelder gestrichen und die drei werden von der Universität geworfen. Es kommt wie es kommen muss: Die Geisterjäger müssen in der freien Wirtschaft ihr Geld verdienen. Zum Glück wird New York, diese stadt, die niemals schläft, gerade von etlichen Geistern heimgesucht. Alles fängt in der Stadtbibliothek an und so kommen die drei Ghostbusters zu einigen Aufträgen, das macht eine Sekretärin (Annie Potts) und ein weiterer Mitarbeiter (Ernie Hudson) notwendig. Auch im Appartment der attraktiven Dana Barrett (Sigourney Weaver), die in einem Art Deco Hochhaus - Tür an Tür mit Rick Moranis - wohnt, hat sich ein fieser Dämon häuslich niedergelassen. Gozer, (Slaviza Jovan) eine Gottheit will mit Hilfe eines Torwächters und eines Schlüsselmeisters in unsere Welt zurückkehren - natürlich um sie zu zerstören.
Diesen Plan können nur die Ghostbusters verhindern, aber die haben mit der Umweltbehörde und Walter Peck (William Atherton) einen Widersacher, der die drei nur zu gerne als Betrüger entlarven möchte...



Insgesamt wirkt "Ghostbusters" aus heutiger Sicht leider etwas veraltet, die alten Gags wollen nicht mehr ganz so zünden wie damals im Kino und mit dem "Ghostbusters" Song von Ray Parker Jr. als Verstärker, der ebenfalls viel Coolness ausdrückte. Man merkt, dass das Drehbuch doch recht dünn geraten ist und abgesehen von einigen guten Monstern und Geistern (die Hunde, die Geisterfrau in der Bilbliothek, der grüne Vielfraß) das ganze Szenario lediglich von den drei Hauptakteuren zusammengehalten wird. Egal wie man zu Bill Murrays Humor steht, aber er kommt dabei am besten weg. Sigourney Weaver darf sich hier mal von einer etwas komischeren Seite zeigen - auch gut gemeistert. Am schwächsten wirkt das Ende, da hat man das Gefühl, dass Reitman am Ende dem Vandalismus zu großen Raum bietet. Alles kaputt...aber Ende gut, alles Gut.





Bewertung: 6,5 von 10 Punkten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen